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Veranstaltungen & Projekte:Theaterprojekt in den Osterferien

Kreativität und Selbstvertrauen der Wohngruppenkinder stärken
Datum:
14. April 2026

Was brauchen Kinder, um über sich hinauszuwachsen? Räume, in denen sie sich zeigen dürfen, Menschen, die sie begleiten – und Gelegenheiten, Neues auszuprobieren. Genau das konnten die Kinder unserer Wohngruppen in den Osterferien im Monikahaus erleben.

Gemeinsam mit dem Schauspieler und Theaterpädagogen Jevgeni Sarmont tauchten sie über acht Tage hinweg in die Welt des Theaters ein. Dabei ging es nicht um das Einstudieren eines fertigen Stücks, sondern um die Themen der Kinder selbst: Gefühle wahrnehmen, Konflikte verstehen und eigene Ausdrucksformen entwickeln.

Gefühle sichtbar machen – Theater als Erfahrungsraum

Ein besonderer Schwerpunkt lag darauf, Emotionen spielerisch erfahrbar zu machen. Die Kinder setzten sich mit Gefühlen wie Angst, Freude und Liebe auseinander und brachten diese in kleinen Szenen zum Ausdruck. Dabei zeigten sie ein feines Gespür für zwischenmenschliche Situationen und entwickelten eigene Ideen für ein gelingendes Miteinander. Zudem wurde bei einzelnen Kindern ein besonderes Talent für das darstellende Spiel sichtbar.

Gleichzeitig wurde deutlich, wie viel Mut es braucht, sich vor anderen zu zeigen. Umso beeindruckender war zu sehen, wie einzelne Kinder über sich hinauswuchsen und mit großer Offenheit und Spielfreude neue Seiten an sich entdeckten.

Individuelle Begleitung und geschützter Raum

Mit viel Geduld und einem feinen Gespür für die Bedürfnisse der Kinder gelang es dem Theaterpädagogen, auf jedes einzelne Kind einzugehen. Die Einheiten waren abwechslungsreich gestaltet – mit Spielphasen, Austausch und bewussten Pausen.

So entstand ein geschützter Raum, in dem sich die Kinder ausprobieren und mit ihren eigenen Themen einbringen konnten. Diese Form der Begleitung entspricht auch dem Ansatz der Verbindenden Neuen Autorität, der im Monikahaus gelebt wird: Beziehung, Präsenz und wertschätzende Unterstützung stärken die Kinder in ihrer Selbstwirksamkeit.

Ein Projekt, das weiterwirkt

Auch ohne abschließende Aufführung war das Projekt ein voller Erfolg. Die wichtigste Wirkung zeigt sich oft in kleinen Momenten: Kinder, die gerne wiederkommen, sich mehr zutrauen und Neues ausprobieren. Oder, wie ein Kind es treffend formulierte, als gefragt wurde, ob der Projekttag früher enden könne: „Nein – wir wollen weitermachen.“

Besonders schön war der Wunsch der Kinder, das Theaterprojekt über die Ferien hinaus fortzuführen – am liebsten als regelmäßige AG während der Schulzeit. Das zeigt, wie nachhaltig die Erfahrungen gewirkt haben.

Zum Abschluss brachten die Kinder ihre Wertschätzung auf persönliche Weise zum Ausdruck: Sie organisierten eine Blume und Schokolade für den Theaterpädagogen und gestalteten gemeinsam eine Dankeskarte. Johanna Wallek, Leitung der Wohngruppen im Monikahaus, überreichte die Geschenke und bedankte sich herzlich für den engagierten Einsatz.

Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogramms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert und in Frankfurt in Kooperation mit dem Stadtschulamt, dem Kulturamt und der Volkshochschule Frankfurt am Main als talentCAMPus umgesetzt.

Kreative Projekte unterstützen

Damit solche wertvollen Erfahrungen auch künftig möglich sind, freuen wir uns über Unterstützung – sei es durch Förderpartnerschaften oder Spenden für kreative Angebote wie dieses.

Schon mit kleinen Beiträgen können solche Projekte Großes bewirken.

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