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Pressemitteilung:Immer mehr Frauen und ihre Kinder von Wohnungslosigkeit bedroht

SkF Gesamtverein weist auf die hohen Folgekosten hin
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Datum:
10. September 2026

Dortmund, 10.09.2026. Anlässlich des Tages der wohnungslosen Menschen am 11. September weist der SkF auf die enormen Folgekosten fehlender bezahlbarer Wohnungen hin. „Manche Ausgaben in der Kinder- und Jugendhilfe wären möglicherweise unnötig oder wirkten effektiver, wenn Familien in Deutschland ausreichend bezahlbare und familienfreundliche Wohnungen finden könnten“, so Yvonne Fritz, Vorstand SkF Gesamtverein, „in allen unseren Diensten und Angeboten für Schwangere, junge Mütter und Eltern spüren wir die Wohnungsnot. Die geplanten Kürzungen beim Wohngeld und dem Kinderzuschlag könnten dazu führen, dass noch mehr Familien von Wohnungslosigkeit bedroht werden.“

In der Schwangerschaftsberatung steht die Suche nach einer geeigneten Wohnung für die wachsende Familie ganz oben auf der Themenliste. Die Mutter/Vater-Kind Einrichtungen nehmen immer häufiger junge Schwangere auf, die bis dahin obdachlos oder zumindest ohne eigenen geeigneten Wohnraum waren. Auszüge aus Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen verzögern sich, weil keine neue Wohnung gefunden wird. Wohnungsmangel erschwert es gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern einem gewalttätigen häuslichen Umfeld zu entkommen. Ebenso verhindert fehlender Wohnraum Auszüge aus einem Frauenhaus. 

Nach Daten des Statistischen Bundesamts sind von den knapp einer halben Million obdachlosen und untergebrachten Menschen in Deutschland 42% Frauen und 41% unter 25 Jahren. Mehr als die Hälfte leben in Familienhaushalten. Nach den Erhebungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe sind mehr als eine Million Menschen in Deutschland wohnungslos, d.h. sie verfügen über keinen gesicherten Wohnraum. Besonders betroffen sind Familien, die als anerkannte Geflüchtete Wohnraum suchen.

„Vielen Familien wäre schon geholfen, wenn sie eine dauerhaft geeignete, bezahlbare Wohnung finden könnten. Das ist die Grundlage für Teilhabe und Chancengerechtigkeit für die Kinder und Jugendlichen“, so Yvonne Fritz. Wohnungslosigkeit verursacht nicht nur hohe gesellschaftliche Folgekosten, sondern ist für die betroffenen Menschen eine existenzielle Zäsur, die mit erheblichen psychischen und emotionalen Belastungen einhergeht.

Der SkF fordert endlich Maßnahmen, um mehr Wohnraum auch für Menschen mit wenig Einkommen verfügbar zu machen. Neben der Förderung des Sozialen 
Wohnungsbaus gehört dazu auch die flächendeckende Förderung von Beratungsstellen zur Prävention von Wohnraumverlust und Wohnraumvermittlung sowie Housing First Projekte.