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Jubiläum:Geschäftsführerin Heike Sienel

Rückblick auf 10 Jahre im SkF Familienzentrum Monikahaus
Datum:
18. Juli 2026

Seit zehn Jahren ist Heike Sienel im SkF Familienzentrum Monikahaus, seit 2018 als Geschäftsführerin. In dieser Zeit hat sich vieles entwickelt: Das Monikahaus ist digitaler geworden, die verschiedenen Bereiche sind stärker zusammengewachsen und Beteiligung und Zusammenarbeit haben an Bedeutung gewonnen. 

Digitalisierung: Frühzeitig die richtigen Weichen gestellt
Ein wichtiger Entwicklungsschritt der vergangenen zehn Jahre war die Modernisierung der IT. Als die bestehende Infrastruktur an ihre Grenzen stieß, entschied der Vorstand, grundlegend in die digitale Infrastruktur zu investieren. Das gesamte Haus wurde mit Glasfaser ausgestattet, die IT-Betreuung komplett auf ein externes Systemhaus umgestellt und ein digitales Ticketsystem eingeführt. Seitdem können Mitarbeiter technische Probleme direkt beim IT-Dienstleister melden und schneller lösen lassen.

„Gemeinsam mit dem Vorstand mussten wir uns in ein ganz neues Themenfeld einarbeiten“, erinnert sich Heike Sienel. „Das war spannend, weil IT natürlich nicht unser Hauptgeschäft ist.“

Die frühzeitigen Investitionen erwiesen sich während der Corona-Pandemie als großer Vorteil: Beratungen und Gespräche mit Kindern, Jugendlichen und Familien konnten schnell per Videokonferenz fortgesetzt werden, weil die technischen Voraussetzungen bereits geschaffen waren.

Verbindende Neue Autorität: Eine gemeinsame Haltung entwickeln
Zu den prägendsten Entwicklungen zählt die Einführung der Verbindenden Neuen Autorität. Gemeinsam mit Vorstand und Leitungskräften entschied sich Heike Sienel 2019, den pädagogischen Ansatz schrittweise im gesamten Monikahaus zu verankern. Dabei sollte er mehr sein als ein pädagogisches Konzept: eine gemeinsame Haltung, die alle Bereiche des Hauses mitträgt – die pädagogischen ebenso wie die nicht-pädagogischen. Heute ist die Verbindende Neue Autorität ein wichtiger Teil des fachlichen Profils des Monikahauses – und ihre Verankerung im gesamten Haus eine besondere Stärke.

Damit verbunden war auch eine neue Kultur der Zusammenarbeit: Verantwortung abgeben, Mitarbeiter in Veränderungsprozesse einbeziehen und unterschiedliche Perspektiven ernst nehmen.

„Junge Mitarbeiter haben eine hohe Bereitschaft, Leistung zu erbringen. Sie wünschen sich aber teilweise andere Arbeitsbedingungen, wie beispielsweise flexible Arbeitszeiten für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Damit müssen wir umgehen und ermöglichen dies, soweit das in unserem Betrieb geht.“

Vielfalt gehört für Heike Sienel zum Monikahaus – bei den Mitarbeiter:innen genauso wie bei den Familien. Unterschiedliche Generationen, kulturelle Hintergründe und berufliche Erfahrungen bringen verschiedene Perspektiven mit. Entscheidend sei, miteinander im Gespräch zu bleiben.

Mehr Vernetzung, mehr gemeinsames Arbeiten

Auch die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen hat sich weiterentwickelt. Heute ist das Monikahaus fachlich und räumlich stärker vernetzt. Die verschiedenen Angebote und Kompetenzen werden stärker miteinander verbunden – davon profitieren auch die Kinder, Jugendlichen und Familien.

Langjährige Mitarbeiter:innen beschreiben die Zusammenarbeit als partnerschaftlich und wertschätzend. Sie schätzen die kurzen Wege zwischen den Bereichen, die Möglichkeit, fachliche Netzwerke zu nutzen, und transparente Entscheidungswege. Auch die Möglichkeiten für Mitarbeiter:innen, sich über Arbeitsgruppen einzubringen und die Entwicklung des Monikahauses mitzugestalten, werden positiv wahrgenommen.

Beteiligung: Mitgestalten statt nur auswählen
Für Heike Sienel gehört zu guter Zusammenarbeit echte Beteiligung – für Mitarbeiter ebenso wie für Klient:innen. „Es ist keine Beteiligung, wenn man fragt: Wollt ihr einen Marmorkuchen oder Obstkuchen fürs Sommerfest backen?“ Echte Beteiligung müsse dort stattfinden, wo Entscheidungen für Menschen tatsächlich relevant sind. Sie müsse spürbar und verbindlich sein und auch bedeuten, die eigene Position zu hinterfragen

Darin sieht Heike Sienel eine zentrale Aufgabe von Führung: „Meine Aufgabe ist es, gute Rahmenbedingungen zu setzen und dabei immer im Austausch zu bleiben.“ Für sie bedeutet das, unterschiedliche Sichtweisen ernst zu nehmen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Dazu gehört auch die Bereitschaft zum Kompromiss: „Kompromisse sind ein Teil von Demokratie. Und weil ich mir um unsere Demokratie Sorgen mache, finde ich, dass wir im Familienzentrum Monikahaus sehr darauf achten sollten, dass demokratische Werte gelebt werden.“

Gemeinsam weiterentwickeln
Auch nach zehn Jahren steht das Monikahaus vor neuen Herausforderungen. Die Dynamik in der sozialen Arbeit nimmt zu, gleichzeitig lassen sich Entwicklungen immer schwerer vorhersehen. Wie verändern sich die Bedarfe von Familien und jungen Menschen? Welche finanziellen Rahmenbedingungen wird es geben? Und wie kann das Monikahaus darauf reagieren?

Eine konkrete Aufgabe ist die Modernisierung der Gebäude. Der Prozess ist bereits in vollem Gange: Ein gemeinsam mit dem Vorstand erarbeitetes Gesamtkonzept wird Schritt für Schritt umgesetzt.

Auch die fachliche Weiterentwicklung wird gemeinsam geplant. In einem Strategieworkshop schauen die Leitungskräfte mit dem Vorstand darauf, wie sich das Monikahaus weiterentwickeln kann. Ihre jeweiligen fachlichen Expertisen bilden dabei eine wichtige Grundlage. Künftig sollen auch die Mitarbeiter noch stärker die Möglichkeit bekommen, ihre Perspektiven einzubringen und die Entwicklung des Monikahauses mitzugestalten.

Was das Monikahaus besonders macht
Besonders stolz machen Heike Sienel die vielen positiven Rückmeldungen, die sie über das Monikahaus erhält – über die Freundlichkeit und die Atmosphäre im Haus: „Das Monikahaus hat etwas ganz Besonderes. Diese Freundlichkeit ist spürbar, wenn man die Gebäude betritt.“

Für Heike Sienel sind es vor allem die Mitarbeiter:innen, die das Monikahaus ausmachen: „Das bin nicht ich. Das sind unsere Mitarbeiter:innen.“