Zum Inhalt springen

Veranstaltungen & Projekte:Gemeinsam anpacken im Bahnhofsviertel

Mit einer Aufräumaktion brachte der SkF Frankfurt Menschen aus unterschiedlichen Organisationen und Unternehmen zusammen
Datum:
15. Juni 2026

Soziale Gerechtigkeit beginnt oft im direkten Lebensumfeld – dort, wo Menschen einander begegnen, Unterstützung finden und Verantwortung füreinander übernehmen. Wie lebendig dieser Gedanke auch heute ist, zeigte eine Aufräumaktion im Frankfurter Bahnhofsviertel am 2. Juni 2026, die der SkF Frankfurt im Rahmen des Projekts „Sozialraum Bahnhof“ initiierte.

Rund 35 Teilnehmer kamen zusammen, um das Viertel nicht nur ein Stück sauberer, sondern vor allem als gemeinsamen Sozialraum erlebbar zu machen. Beteiligt waren engagierte Mitarbeitende und Ehrenamtliche aus unterschiedlichen Organisationen und Bereichen, darunter Deutsche Bahn Management Consulting, die Stiftung Deutsche Wirtschaft, der Internationale Bund (IB), FAMOS und Die Tafel.

Die Aktion verfolgte mehrere Ziele: Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, die im Alltag oft aneinander vorbeigehen, die Ressourcen und positiven Seiten des Bahnhofsviertels sichtbar zu machen und neue Kooperationen für zukünftiges Engagement zu schaffen.

„Das Bahnhofsviertel wird oft nur über seine Herausforderungen wahrgenommen“, sagt Nenad Caranovic, Sozialräumlicher Koordinator im Projekt Sozialraum Bahnhof. „Dabei gibt es hier ebenso viel Engagement, Solidarität und Zusammenhalt. Genau das wollten wir sichtbar machen – und Menschen ermutigen, selbst Teil dieser positiven Entwicklung zu werden.“

Während des gemeinsamen Rundgangs entlang sozialer Einrichtungen im Viertel entstanden Gespräche, Begegnungen und neue Perspektiven auf einen Stadtteil, der in der öffentlichen Wahrnehmung häufig auf seine Herausforderungen reduziert wird.

Gerade im Bahnhofsviertel zeigt sich, wie wichtig verlässliche Netzwerke und niedrigschwellige Unterstützungsangebote sind. Hier begegnen sich Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebensrealitäten – und genau hier braucht es Orte, die Verbindung schaffen. Die sozialräumliche Arbeit des SkF Frankfurt setzt an diesem Punkt an: Sie stärkt Beziehungen, macht Ressourcen sichtbar und fördert gemeinschaftliches Handeln.

Wegen starken Regens musste die Gruppe ihre Route zwar vorzeitig abbrechen, die gute Stimmung blieb jedoch ungetrübt. Beim gemeinsamen Abschluss mit einem vom Küchenteam im Monikahaus vorbereiteten Buffet kamen die Teilnehmer weiter ins Gespräch, knüpften neue Kontakte und entwickelten Ideen für künftige gemeinsame Aktionen.

Die Resonanz war durchweg positiv. Besonders wertvoll war, dass durch die Aktion neue Ehrenamtliche gewonnen und Kooperationen gestärkt werden konnten. Die Aufräumaktion hat einmal mehr gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn Menschen Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen und gemeinsam an einem lebenswerten Bahnhofsviertel arbeiten.