Familienzentrum Monikahaus

Hilfe für Familien unter einem Dach

Tel.: 069 / 97 38 23 - 0
Sozialdienst Katholischer Frauen e.V. Frankfurt

Wirkfaktoren

Jugendhilfe wirkt!
Das Familienzentrum Monikahaus unterstützt die Kampagne „Wirkfaktoren“ vom BVkE und dem IKJ.

Dass Jugendhilfe in der Heimerziehung wirkt, haben zahlreiche Studien der Wirkungsforschung in den vergangenen Jahren klar gezeigt. Aus den zahlreichen Faktoren, die für eine erfolgreiche Jugendhilfe verantwortliche zeichnen, haben BVkE und IKJ eine Kampagne „Wirkfaktoren“ erstellt, um darauf aufmerksam zu machen. Das Familienzentrum Monikahaus schließt sich mit den heilpädagogischen Heim– und Tagesgruppen, den Ambulanten Hilfen sowie der Monikahausschule an.

Zentrale Wirkfaktoren sind Partizipation, Kooperation, Hilfedauer, Elternarbeit und fallbezogene wirkungsorientierte Steuerung. Sie tragen als Schlüsselelemente maßgeblich zum Erfolg von Jugendhilfemaßnahmen bei.

Familienarbeit
Mehr Kooperation der familiär Verantwortlichen, weniger abgebrochene Hilfen – Eltern- und Familienarbeit ist ein entscheidender Wirkfaktor bei den erzieherischen Hilfen. Dies gilt unabhängig davon, welches Konzept in einer Jugendhilfeeinrichtung angewandt wird, denn Elternarbeit stärkt das Kind.
BVkE-Newsletter Nr. 10

Hilfedauer
Bei höherschwelligen Hilfen zur Erziehung gilt: Je länger die Hilfedauer, desto ausgeprägter ist im Durchschnitt ihr Erfolg. Dieser Zusammenhang besteht für die meisten dieser Hilfearten bis zu einer Dauer von ca. 3 Jahren. Forderungen nach einer generellen Deckelung der Hilfedauer stehen im Widerspruch zu diesen Ergebnissen. Im Einzelfall empfiehlt es sich, die erreichten Effekte insbesondere im ersten Jahr der Hilfe kritisch zu reflektieren und zur Hilfeplanung und weiteren Fallsteuerungen zu nutzen.
BVkE-Newsletter Nr. 4

Kooperation
Als zentraler Wirkfaktor pädagogischer Arbeit zeigt sich die Kooperation von Eltern und / oder jungem Menschen. Gelingt diese aktive Mitarbeit im Rahmen der Hilfe, verbessert sich die Aussicht auf Erfolg erheblich – unterbleibt sie, ist ein Misserfolg der Hilfe hochwahrscheinlich. Je mehr es also gelingt, die Adressaten als wirklich aktive „Koproduzenten“ in den Hilfeprozess einzubinden, umso erfolgreicher verlaufen die Hilfen.
BVkE-Newsletter Nr. 2 und Nr. 5

Partizipation
Partizipation ist nicht nur im SGB VIII und der UN-Kinderrechtskonvention fest verankert. Ihr kommt auch hinsichtlich der Wirksamkeit der Hilfen zur Erziehung eine herausragende Rolle zu: Geringe Partizipation geht einher mit negativen Hilfeverläufen – hohe Partizipation hingegen mit stark ausgeprägter Effektivität. Trotz dieser eindeutigen Ergebnislage wird die Beteiligung der jungen Menschen im Einzelfall wie auch auf Einrichtungsebene völlig unterschiedlich umgesetzt – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Effektivität.
BVkE-Newsletter Nr. 20

Wirkungsorientierte Steuerung
Zentrale Wirkfaktoren wie Partizipation, Kooperation, Hilfedauer, Elternarbeit und fallbezogene wirkungsorientierte Steuerung sind Schlüsselelemente erfolgreicher Hilfen. Darüber hinaus hat die Wirkungsforschung weitere Faktoren ermittelt, die zu besseren Ergebnissen beitragen können. Dazu zählen: Beziehungsqualität, Bindungsperson, Persönlichkeit und Qualifikation der Fachkraft, Berücksichtigung der bisherigen Lebenserfahrungen, Strukturen und Prozessqualität der Einrichtung, ressourcenorientierte Angebote, soziales Lernen und Bildung, Traumapädagogik, Nachsorge sowie Berufsorientierung.
BVkE-Newsletter: Nr. 2 und Nr. 6

Effizienz
Kosten-Nutzen-Analysen zufolge erweist sich Heimerziehung nicht nur als effektiv, sondern auch als volkswirtschaftlich effizient. Eine längere Hilfedauer wie auch intensivere Hilfen begünstigen dabei eine höhere Wirksamkeit und – trotz höherer Kosten – eine bessere Kosten-Nutzen-Relation. Fachlich qualifizierte Heimerziehung stellt demnach nicht nur für benachteiligte junge Menschen eine Hilfe dar, sondern sie erweist sich langfristig auch als eine gesellschaftlich sinnvolle Investition.
BVkE-Newsletter Nr. 15

Weitere Wirkfaktoren sind: Beziehungsqualität, Bindungsperson, Persönlichkeit und Qualifikation der Fachkraft, Berücksichtigung der bisherigen Lebenserfahrung, Strukturen und Prozessqualität der Einrichtung, ressourcenorientierte Angebote, soziales Lernen und Bildung, Traumapädagogik, Nachsorge sowie Berufsorientierung.

Alle Studien zeigen, dass der Erfolg erzieherischer Hilfen eine Ko-Produktion aus öffentlicher und freier Jugendhilfe ist. Je konsequenter und nachhaltiger die Wirkfaktoren bei der Planung, Anpassung und individuellen Durchführung von Maßnahmen angewandt und beachtet werden, je stärker sie im pädagogischen Alltag berücksichtigt werden, desto effektiver und effizienter wirken sie.

Weitere Informationen über die Forschungen finden Sie unter: www.bvke.de